Denkfabrik

waldmaedel.de > Denkfabrik

D E N K F A B R I K

Also mal ganz frei raus…ich habe selbst überhaupt keine Ahnung was alles in diese Rubrik rein gehört, nicht reingehört…genannt werden sollte oder nicht….ich mache das jetzt einfach mal wie es das Wasser macht! Ich lasse es einfach mal laufen….und am Ende wird man schon sehen wo alles hin geflossen ist! 🙂

 

Zwei Trails um aus dem Winterschlaf zu erwachen!

 

Es ist 10:26 Uhr…mit dem von P. geliehenem Fully stehe ich auf der Straße vor meinem „Elternhaus“ und pumpe die Reifen noch einmal ordentlich auf. Diese dämlichen Tubeless Reifen treiben mich nochmal zur Verzweiflung…einmal aufgepumpt und einen Tag damit gefahren und schon sind die Dinger auch schon wieder Luftleer. AHHHHHHH….

Naja..entweder haben P. und ich letztes Jahr beim Aufziehen der Reifen irgendetwas falsch gemacht, die Dichtmilch taugt nix oder es ist einfach eine nie enden wollende Sisyphus-Tätigkeit die mir sagen möchte: „Das permanente wiederaufpumpen ist nicht die Lösung Sophie – suche doch mal nach einem anderem Lösungsweg!“ 😀 Noch scheine ich das „alte Spiel“ anzuwenden und stehe also erneut (Ja…gestern war ich auch fahren) auf der Straße und pumpe die Reifen erneut auf. Um 10:30 Uhr bin ich mit C. zum Radeln verabredet. Pünktlich werde ich heute sicherlich nicht ankommen, dafür aber mit prall aufgepumpten Reifen.

Als Treffpunkt haben wir „am Milchlädle“ bzw. an der Raiffeisen Warengenossenschaft Yburg eG ausgemacht. Da euch das nicht unbedingt etwas sagt, schaut doch einfach kurz hier vorbei. Dort gibt es eine wunderbare Käsetheke. Ich bin so begeistert vom Delice de Bourgogne den es hier zu kaufen gibt. Einfach total lecker…am besten schmiert ihr euch den Käse auf ein leckeres Vollkornbrot und toppt es dann noch mit einem Klecks Quittengelee….aber HALT…ich schweife ja total ab.

Also, als ich an besagtem Treffpunkt eintreffe, sitzt C. schon mit einer dunklen Sonnenbrille ausgerüstet gegenüber dem Milchlädle, sonnt sich und ruft mir „Einen frohen Oster-Sonntag“ zu. Jetzt kann es los gehen. Für unsere Ostertour haben wir uns einen der Y-Burg Trails (Y-Berg – 520,1 m) und den Fremersberg Trail (Fremersberg – 525 m) vorgenommen. Ich freue mich schon wie verrückt.

Nachdem wir über Neuweier bzw. hier über die Bockbeutelstraße, durch die Reben und am Trimm-Dich Pfad Neuweier vorbei pedaliert sind, kommen wir nach einem Anstieg der es in sich hat (1x12er Schaltung – warum quälst Du uns nur so? 😀 ) endlich an. Da stehen Sie, die gemauerten Tore der Y-Burg. Nur noch ein letzter steiler Anstieg und wir trudeln in den Burghof ein. Juhu…Jetzt erst mal den Erfolg feiern.

Also steige ich ab, Schultere das Bike und klettere damit auf die Mauern der Burgruine. Dort sicher stehend angekommen, hebe ich das Fully so hoch es geht gen Himmel um für mich die Bewältigung des Anstiegs zu feiern. Das macht Spaß! C. ist erst ein bisschen zurückhaltend als ich ihn bitte ein Bild zu fotografieren, aber dann kann er doch nicht anders, schmunzelt breit und möchte selbst auch ein Bild machen.

Dennoch habe ich den Eindruck…C. ist noch nicht recht wach. Das wird sich aber gleich ändern, denn jetzt heißt es rauf auf den ersten Trail und wieder Berg ab. Wir wählen gleich einen Trail mit schmalem Einstieg bei dem viel Gleichgewichtssinn bzw. Balance nötig ist.

Denn linkerhand geht es steil den Berg runter. Wir meistern die ersten Kurven und auch die ein oder andere Wurzel bis zu einem großen Stein der in einer schmalen Rechtskurve umfahren werden muss bevor es dann so richtig schön über Wurzel- und Steinteppiche bergab geht. Kurz vor Ende – der ich nenne es jetzt mal ersten Sektion – gelangen wir an eine steile Spitzkehre. Hier ist Technik und Gefühl für sich und das Handling des Bikes gefragt. Nach der Spitzkehre geht es nochmal über die öffentliche Straße auf einen Forstweg und dann wieder auf einen Trail den sich Biker und Wanderer teilen dürfen, weshalb wir hier das Tempo etwas rausnehmen und ich mich stattdessen auf ein paar leichte Sprünge während der Abfahrt konzentriere.

Die Abfahrt macht einfach total Spaß. Dann kommen wir auch schon bald an die entscheidende Weggabelung des Trails, bei der wir rechtsfahrend am Petersee (früher auch als „Trip-See“ bekannt) rauskommen. Dort angekommen genießen wir noch ein wenig das durch die Sonne glitzernde Wasser des Sees und entdecken dabei eine interessante Apparatur auf dem See. Diese ist wohl zur Regeneration des Sees – welcher zuletzt wohl unter Eutrophierung litt – gedacht.

Nach ein paar Schlucken aus der Trinkflasche fahren wird dann weiter am Golfplatz Baden-Baden vorbei bis wir am Fuße des Fremersbergs und somit den nächsten Up-hill Trail gelangen. C. ist vom bevorstehenden Anstieg nur mäßig begeistert. „Ahhh…Sophie es kommen jetzt gefühlt 100 Serpentinen und man denkt man kommt bei der nächsten Kurve oben an – aber Pustekuchen“. Ich schrieb ja bereits – C. ist noch nicht ganz wach. Also schalte ich uns für die nächsten Kurven des Up-Hills meine „MTB Buddy Playlist“ an, flippe auf dem Rad aus, starte dabei ein paar klägliche Wheely-Versuche (aller Anfang ist schwer) und pedaliere so motiviert neben einem hechelnden C. den Berg rauf.

Nach nur wenigen Musiktracks und 6 Kurven (nicht 100) sind wird dann oben. C. ist platt. Er faselt etwas von noch im Winterschlaf und Raucherlunge und ich bin zu motiviert um jetzt nicht auch noch auf den Fremersbergturm zu steigen. Denn ich weiß, die Aussicht von dort oben ist grandios. Seht selbst…

Nach der Turmbesteigung geht’s dann endlich auf den zweiten Trail. Dieser ist wie oft zu dieser Jahreszeit noch richtig schön voll mit Buchenlaub, sodass man zwischenzeitlich rechts schlitternd abwärts über Wurzeln und Steine durch die Trailführung slided.

Ein Highlight dieser Abfahrt ist auf jeden Fall das kurze in den Trail eingelassene Treppenstück bei dem sich gerade Anfänger schön an das Überwinden von Hindernissen herantasten können. Wir schaffen es beide gleich beim ersten Versuch und freuen uns. Dann sind wir auch schon in Winden und am Ende der Tour angekommen.

Am Abend sitzen wir dann noch auf einen Schokohasen und Apfelschnitze beisammen und lassen den Tag und die Tour „Revue“ passieren. Du hast mich heute aus dem Winterschlaf geholt Sophie – Danke, sagt C Keine Ursache, erwidere ich und beiße beherzt in einen Apfelschnitz. Ich freue mich schon auf die nächste Runde.

Die Begegnung

 

Sie hört ein kräftiges Flügelschlagen…ein Luftstoß streift Sie und sorgt dafür, dass Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit im Jetzt ankommt. Ein wachsamer Albatross hat Sie wohl an Ihrem Platz entdeckt. All is made out of mother Earth…ruft ein prächtig und vom Licht angestrahlter Artgenosse, bevor er ein atemberaubendes Flugmanöver vollbringt…um sich dann in einiger Entfernung Ihr gegenüber niederzulassen. Da hockt er, putzt noch etwas sein Gefieder, ordnet es und guckt Sie dabei ganz verschmitzt aus seinen großen Albatrossaugen an……sein Gefieder hat so viele Farben und schimmert so wunderschön…und seine Augen leuchten……ein Paar mal muss Sie sogar weg sehen um nicht von seiner Erscheinung geblendet zu werden….

Nachdem Sie sich selbst innerlich und äußerlich wieder ein bisschen mehr aufgerichtet und eine bequeme Haltung und auch er eine stabile Position auf seinem Ast gefunden hat, geht es sogleich los….er erzählt, fragt Sie viel. Hört Ihr zu. Stellt Rückfragen, prüft die Güte ihres Albatross Herzens und ihre Gesinnung. Auch Sie fragt ihn viel, versucht auch über die Entfernung ein Band zu spüren, die Schwingung und seine wahren Motive zu spüren und wahrzunehmen. Lauscht ganz gespannt seinen Geschichten, Ideen, Träumen, Wertvorstellungen und Zielen. Die Zeit vergeht im wie im Flug… 

Zwischenzeitlich kann Sie es kaum glauben…da gibt es einen der es vermag Ihre Sprache zu sprechen…und das auch noch fließend…der Ihr Gebaren und ihre Flugmanöver versteht, diese sogar Tag für Tag fliegt und das auch von Herzen will…und sich nicht wie ihr Herzensalbatross verstellt, versucht sich anzupassen oder sich für seine Ansichten schämt und sie verbirgt…Es ist als könnte ihr Gegenüber, mit den einzigartigen Federn, Sie wie ein Buch lesen. Er sagt die Dinge an die Sie schon immer glaubt auch wenn Sie sich bisher nie getraut hat diese laut auszusprechen oder mit einem anderen Gefährten aus ihrem Umfeld zu teilen. 

Sie schöpft Hoffnung…Sie scheint endlich in die richtige Richtung zu fliegen und die Chance zu bekommen sich in einen Schwarm von Albatrossen einzureihen, die ebenso sind wie Sie es ist. Es motiviert Sie…Sie merkt wie die Kraft und Schaffensenergie in ihr ansteigt….da ist so viel Energie und sie wird sich Ihrer bisher ungenutzten Flugfähigkeiten bewusst…sie könnte platzen….einfach B Ä M und Ihr ganzes altes unscheinbares Federkleid wird von Ihr fliegen um das glänzend strahlende Regenbogen Kleid darunter freizulegen.

All das hat nur dieser eine kurze Kontakt zu diesem Gleichgesinnten bewirkt….verrückt, denkt Sie sich….und schmunzelt in sich hinein als Sie nach der Begegnung von Ihrem Ast in ihr eigenes Nest hopst und vor lauter Aufregung und Power sich gar nicht beruhigen oder gar schlafen kann. Stattdessen fliegen Ihre Gedanken ganz wild hin und her. Dann ganz plötzlich denkt Sie wieder an Ihren Herzensalbatross versucht Kontakt aufzunehmen, scheitert und entscheidet dann, dass Sie sich nicht mehr länger von den Gedanken an ihn beeinflussen lassen wird…Sie wird jetzt erneut ins Unbekannte losfliegen…und sich nur noch mit jenen Albatrossen umgeben, die Ihre Art verstehen…die ihre Sprache fließend sprechen, ihre Flugmanöver toll finden und diese mit ihr fliegen, mit denen Sie sich entwickeln und den Albatrosstanz auf ihre Art und Weise üben kann…auf eine Art die Ihr entspricht…es ist endlich vorbei…Sie macht sich nun endgültig FREI.

 

M U T - Was ist das eigentlich?

 

Ist es der Impuls der aus deinem innerem schreit „Klettere auf den Baum, besteige diesen Berg oder geh rauf auf den Turm“ ?
Ist es es das Gefühl das einen dabei unterstütz der Person die man liebt dies zu sagen, obwohl man nicht weiß wie diese es aufnehmen wird?
Ist Mut sich einzugestehen, dass man einen Fehler gemacht hat?
Ist es die Courage Fragen zu stellen, die unangenehm sind und die sich nur wenige trauen zu stellen?
Ist es eine Erkenntnis ein Leben das sich unrichtig und wie in einem Käfig anfühlt, zu ändern?
Ist Mut die Bereitschaft alle Masken fallen zu lassen und die Person zu sein, die man nun eben einmal ist?
Ist es die Körperkraft, die manche einen Triathlon laufen oder schwere Gewichte anheben lässt?
Ist es der Wille fortlaufend zu lernen und zu wachsen, selbst wenn dies bedeutet hierfür oft seine Komfortzone verlassen zu müssen und das Risiko des Scheiterns einzugehen?
Ist Mut die Kraft, die man aufwenden muss um sich bei einer Person die man zutiefst verletzt hat zu entschuldigen?
Ist es die Abenteuerlust die einen dazu antreibt „Altes und Bekanntes“ hinter sich und los zu lassen um in das „Unbekannte“ aufzubrechen?
Ist es die Akzeptanz darüber eine weitere Sackgasse in seinem Leben entdeckt zu haben?
Ist Mut der Wahnsinn der dich dazu antreibt deinen sicheren Job zu kündigen um selbst zu entscheiden und FREI zu sein?
Ist es das Einfühlungsvermögen, dass dich dazu befähigt anderen Menschen „Aufrichtig“ und mit voller „Aufmerksamkeit“ zuzuhören, auf Sie einzugehen und Sie anzunehmen wie sie nun einmal sind?
Ist es das Durchhaltevermögen, das dich immer weiter deinen Weg gehen lässt auch wenn es bedeutet, dass man ab und an auch eine Weile alleine gehen muss um sich TREU zu bleiben?
Ist Mut die Bereitschaft ohne den Wunsch einer versteckten Gegenleistung oder einer insgeheimen Erwartungshaltung aus vollem Herzen zu geben und zu teilen?
Ist es die Courage für jene einzustehen die sich nicht in „unserer Sprache“ mitteilen können?
Ist es Aufopferung des eigenen Selbst und Verzicht um für andere da zu sein?
Ist Mut die Verrücktheit zum Mond fliegen zu wollen?
Ist es die Frechheit die sich meldet um deinem Chef, deinen Freunden, deinem Partner oder deiner Familie ganz klar zu sagen was dein Standpunkt ist und so deine tiefsten Überzeugungen auch bei Gegenwind vehement zu verteidigen?
Ist es die Wildheit, die dafür sorgt das Du dich nicht in eine Box oder Schublade stecken lassen möchtest.
Ist Mut jede Welle zu surfen die das Meer dir schickt?

M U T – Was ist das eigentlich?

 

Zwischen den Welten


Die S O N N E kommt nur noch schwerlich durch die dicken Nebelschwaden und es fällt ihr morgen für morgen schwieriger den Raureif von den bereits gefallenen Blättern zu schmelzen. Alles verfällt in eine unerklärliche Trägheit und Langsamkeit. In einer Stadt lässt ein Mann sein Herz und Leistungsfähigkeit von einem Arzt prüfen, da seine Fitnessuhr einen Leistungsabfall anzeigt. Er versteht es nicht. Im Winter schlagen die Herzen nun mal langsamer, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, alle und alles zieht sich zurück und Vögel ziehen fort. Die Blätter der Bäume und die Pflanzen des Sommers ziehen sich zurück. Wo zu Beginn noch feurige Leidenschaft aufflammte, flackert nur noch ein kleines Flämmchen. In dieser Zeit ist es besonders wichtig die Glut zu hüten, und es zu akzeptieren dass sich die N A T U R, die M E N S C H E N, die T I E R E und auch die P F L A N Z E N mit ihrer Aufmerksamkeit zurück in die schützende Hülle der Erde und in ihr Inneres verkriechen. Ihr Wesen und ihre Energie möchten ganz nahe bei ihren Wurzeln sein. Sie möchten sich wieder mit Ihnen und mit sich selbst verbinden um in den dunklen Zeiten Kraft zu tanken, sich in Sicherheit zu wiegen und sich an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Im Herbst und Winter regieren andere Wesen. Es sind die Wesen der Pilze, Windböen, der Regen oder Schnee. In dieser Jahreszeit gehen alle Lebewesen anderen Tätigkeiten nach. Meist ist es kalt und Sonnentanken ist nur noch an wenigen Tagen möglich. Sich die Sonne und ihre Strahlen zu bewahren, ist wichtig. Doch ebenso wichtig ist es, die gespeicherten Sonnenstrahlen an jene weiterzugeben die bereits im Nebel versunken oder kurz davor stehen zu versinken, an jene die bereits frieren, die vergessen oder verlernt haben wie man sich die Sonne bewahrt, die es nie gelernt oder einfach nur gerade den Blick und die Aufmerksamkeit für den Rhythmus und das Verständnis für die Gegebenheiten der N A T U R verloren haben.

Albatrosse müssen üben um zu Lieben!

Sie sitzt an „ihrem Platz“ eine Minute vor Mitternacht… und wieder kann Sie nicht schlafen… Ihre Gedanken rauschen wie Wellen die an einer Steilküste an die Felsen knallen und jeder Gedanke zerspringt wie es das Wasser tut, in tausend einzelne Wassertropfen. Es hat zu Regnen begonnen. Sie denkt an Ihn. Denkt daran wo er wohl gerade „schwebt“. Genau weiß Sie es nicht und Sie fragt Ihn auch nicht, da Sie Ihm vertraut. Wo er sich nach „dem Fliegen“ ausruht, weiß Sie meist nicht und Sie fragt ihn auch nicht. Wenn Sie Ihn doch mal fragt was er tut und wie es Ihm geht, antwortet er nur, wenn er gerade nicht am Fliegen ist.

Albatrosse müssen üben um zu Lieben! Dass das so ist, hat Sie schon sehr lange begriffen. Den Liebe ist nicht einfach, sie ist wie das Fliegen. Höchst Anspruchsvoll und komplex. Sie selbst hat so wie auch Er immer wieder Schwierigkeiten mit dem Fliegen. Dies manchmal so sehr, dass Sie Ihn für eine gewisse Zeit vollkommen vergisst – So sehr ist Sie dann mit sich selbst und Ihren Flugübungen beschäftigt. Es ist für Sie nicht immer leicht ein Albatros zu sein. So anstrengend ist das Fliegen…. und immer dieser Gegenwind und die täglichen Übungen der Flugmanöver. Manchmal ist alles so anstrengend, dass Sie sich lieber zurückzieht… an „Ihren Platz“ in „sich“ – dann ist es für alle sehr schwer an Sie heranzukommen. Aber das braucht Sie um sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen. Aufzutanken.

Sie wusste, dass es nicht einfach werden würde die Flügel die Ihr gegeben wurden zu nutzen. Ein paar Mal ist Sie bei Ihren Flugrouten schon vom Weg abgekommen, ist gescheitert, abgestürzt und hat sich wieder aufgerappelt, das Federkleid gerichtet und sich erneut in die Lüfte erhoben. Meist genießt Sie das Fliegen. Am Meisten, wenn Sie gar nicht viel dafür tun muss und nur ein paar korrigierende Flügelschläge ausüben muss um vom Wind weiter getragen zu werden. Genau in diesen Momenten fühlt Sie sich so richtig FREI. Wenn Ihre Gedanken das merken, dann kommen die Gedanken an Ihn meist doch wieder…erfassen Sie wie eine Böe…reißen Sie aus „Ihrem Flug“. Manchmal passiert das so abrupt, das Sie ins Straucheln kommt. Dann kommen alle ihre Federn völlig durcheinander und Sie sucht sich ganz schnell die nächste „Landefläche“ um ihr Federkleid zu Sortieren, sich auszuruhen und neue Kraft für einen erneuten Start in die Lüfte zu sammeln.

Wie er es mit dem „Fliegen“ handhabt, hat Sie nur selten beobachten können. Denn meist kann Sie Ihn bei seinen Flugübungen nicht begleiten oder er hält diese vor ihr verborgen. Er übt in Gesellschaft von anderen Albatrossen. Auch diese sind noch sehr „am Üben“ und „lernen“. Auch wie Sie haben Sie Flugschwierigkeiten – zumindest soweit Sie das von außen beurteilen kann. Manchmal fliegt Sie doch zu Ihm…ganz unbemerkt setzt Sie sich dann in seine Nähe um Ihn zu beobachten und von Ihm zu lernen. Sie bleibt jedoch nie lange, da Sie weiß das noch nicht die Zeit gekommen ist. Sie beide müssen noch mehr üben…denn so ist das bei Albatrossen nun einmal. Erst müssen Sie das Ritual genau kennen, Ihre Rituale entwickeln und mit Perfektion einstudieren um sich schlussendlich die Möglichkeit zu geben, sich näher zu kommen und ein Paar zu werden.

Wenn Sie mal wieder vom „Fliegen“ zurück kehrt und gelandet ist, sieht sie sich meist ein wenig um. Erkundet die Umgebung und es dauert oft nicht lange, bis andere Albatrosse und entfernte Artgenossen auf Sie aufmerksam werden. Diese wollen dann recht schnell mit Ihr fliegen, ihre Flugmanöver ausprobieren, an ihrer Seite fliegen und nach „dem Fliegen“ gemeinsam auf Ihrem Ast sitzen, Futter suchen und manchmal bringen Sie ihr sogar Moos und kleine Stöcke um Ihr zu zeigen wie toll Sie im Nistmaterial suchen sind. Aber all das lässt Sie kalt, berührt und erwärmt ihr Albatrosherz nicht. Sie kann die anderen gar nicht sehen, Sie nicht wahrnehmen oder spüren, denn Sie sieht immer nur Ihn. Egal was Sie tut, wie sehr Sie es auch schon probiert hat…da ist einfach nichts, denn Sie denkt immer nur an Ihn. Aber es ist nicht nur ein Denken, NEIN, Er ihr Albatros ist in Ihr. In Ihrem Herz in ihrer Seele unter ihren Federn.

Ja, sie hat versucht mit anderen Albatrossen zu Fliegen. Alles vergebens. Klar, manchmal konnte Sie recht lange mit anderen fliegen. Doch dann nur ein falscher Flügelschlag und Sie stürzte ab. Manchmal war Sie danach nur zerzaust. Musste Ihr Federkleid neu ordnen. Es gab aber auch richtige Abstürze und gebrochene Flügel. Dies geschah meist, wenn Sie mit Artgenossen flog die Sie auf neue Wege führten und auf Flugrouten mitnahmen die nicht Ihrem Weg entsprachen.
Wenn Sie sich mal wieder von einem solchen Absturz erholen musste, dachte Sie wieder an Ihren Herzensalbatros. Nie hatte dieser Sie auch nur im geringsten zu etwas gezwungen, Sie überfordert oder Sie zu Manövern überredet, die Sie noch nicht konnte. Er hatte Geduld mit Ihr. Ließ immer Sie kommen, stellte keine Erwartungen an Sie und ließ Sie für sich üben.

All dies, so hoffte Sie, um eines Tages gemeinsam zu Fliegen. Denn Albatrosse müssen üben um zu lieben. Wenn Sie es dann aber tun, dann gibt es kein zurück mehr. Sie tanzen Wochen, Monate und Jahre miteinander. Fliegen gemeinsam, putzen einander, fliegen nur noch miteinander und zueinander. Bauen Jahr um Jahr gemeinsam ihr Nest…Fliegen ab und an auch in gegengesetzte Richtung. Dies aber nur um sich nach einem leidenschaftlichen Tanz erneut miteinander zu verbinden. Das ganz in Ihrem Tempo!

Von außen betrachtet sind Sie dann noch immer dieselben Albatrosse – aber eine Sache hat sich verändert…aus den ehemaligen Einzelgängern sind Partner geworden die sich lieben!

 

Traditionelle Hängebauchschwein Küche oder Anne´s BLOG!?

ANNE KAFFEEKANNEN TOFU

Es ist total einfach sein Tofu selbst zu machen! 🙂 NEIN…wusstet Ihr nicht…na dann lest mal weiter!

Ihr braucht dafür folgenden Zutaten und die unterhalb aufgelisteten Küchenhelfer/-geräte…

500 g getrocknete Sojabohnen

3,3 l Wasser

6-7 EL Apfelessig

einen großen Topf, ggf. eine Schüssel, eine Schöpfkelle, ein Mixer (oder Ersatzweise einen Passierstab), ein Passiertuch oder Nussmilchbeutel (oder einfach ein Geschirrtuch), eine Tofuform (oder ihr nehmt ein Sieb oder eine Box mit Löchern etc.), ein Thermometer und dann noch etwas bzw. einen Deckel zum Beschweren (z.B. eine Holzscheibe oder Gewichte 🙂 Jeder hat schließlich diesen einen Freund/Freundin, der/die völlig übertrieben am Trainieren ist…oder zumindest eine/n die/der sich das Trainieren mal ganz motiviert vorgenommen hat und deshalb auch die passenden ungenutzten Gewichte einfach so zu Hause rumliegen hat! :-D)

Aber gut…zu viel der Ausschweifungen…jetzt könnt ihr eigentlich loslegen…

Die Sojabohnen solltest Ihr am besten über Nacht in viel Wasser einweichen. Am nächsten Morgen dann das Ganze abgießen und gut abspülen. Anschließend püriert ihr die Sojabohnen zusammen mit 3,3 l Wasser fein. Also mein Mixer hat nur ein Fassungsvolumen von 2 Litern daher teile ich die Menge einfach auf, also die Hälfte der Bohnen und des Wassers. Sobald du dann alles püriert hast, hast du schon das erste Zwischenprodukt hergestellt – Das sogenannte „Namago“.

Das Namago gibst du nun in deinen großen Topf und kochst es unter ständigem Rühren auf. Hier musst du gut aufpassen und immer gut umrühren sonst brennt alles an und kocht dazu dann auch noch leicht über! Aber keine Sorge du schaffst das schon…außerdem bekommt man vom „Topf-Schrubben“ auch Muskeln. 🙂 Trotzdem solltest du schnell den Topf vom Herd nehmen und währenddessen kräftig weiterrühren, wenn es zu stark zu Schäumen anfängt. Ansonsten (also falls es keinen „Überschäum-Zwischenfall“ gibt) lässt du das Gemisch einfach 10 Minuten bei niedriger Hitze unter häufigem Rühren köcheln.

Danach alles durch ein Passiertuch (oder eine der genannten Alternativen) sieben und gut auspressen. Dabei solltest du vorsichtig vorgehen, da ja alles noch sehr heiß vom Aufkochen ist. Und ganz wichtig…das was jetzt im Passiertuch ist, brauchst du erstmal nicht – Das Nebenprodukt das jetzt im Passiertuch ist, nennt sich „Okara“ und lässt sich z.B. hervorragend für Bratlinge weiterverarbeiten. Du brauchst aber das zweite Zwischenprodukt um fortzufahren – die Sojamilch. Daher bitte alles penibel in einer Schüssel bzw. einem zweiten großen Topf auffangen! 🙂

Die Sojamilch erhitzt du anschließend nochmal auf 75 Grad und gibst dann den Apfelessig hinzu, rührst gut um und nimmst dann den Topf vom Herd und lässt ihn für ca. 15 Minuten ohne Erschütterung und verschlossenem Deckel stehen. In der Wartezeit kannst du schon mal die Tofuform mit dem Passiertuch auskleiden und die Schöpfkelle bereitlegen. Ist die Flüssigkeit bzw. die Molke gelblich und komplett durchsichtig noch einmal vorsichtig umrühren, dann kannst du beginnen den Bruch in die Tofuform zu füllen und den Deckel auflegen.

Für einen festeren Tofu solltest du das Ganze jetzt mit einem Gewicht beschweren. Den Block solltest du anschließend mindestens 20 Minuten stehen lassen. Zum Schluss kannst du den fertigen Tofublock sehr vorsichtig unter fließendem Wasser abwaschen. Wenn du den Tofu nicht sofort weiterverwenden willst hält er sich, mit Salzwasser bedeckt, im Kühlschrank bis zu einer Woche.

Wir konnten es allerdings gar nicht abwarten und haben gleich mit dem Tofu weitergekocht. 🙂 Aber das bleib jedem selbst überlassen! Euch auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren….